Willkommen im Süden
Willkommen im Süden
Remakes erfolgreicher Filme gibt es seit jeher, doch für gewöhnlich wartet man dafür einige Jahre. Nicht so die Macher von „Willkommen im Süden“. “Bienvenue chez les Ch‘tis“ war ein, selbst nach der Synchronisation ins Deutsche durchaus überzeugender Film...vor drei Jahren. Auf diesen Erfolg baut nun auch das italienische Pendant „Willkommen im Süden“ auf. Wir reden hier nicht von einer ähnlichen, abgekupferten Story. Wir reden vom identischen Drehbuch. Ein italienischer Postbeamter bewirbt sich für eine Versetzung nach Mailand, diese wird abgelehnt, da ein körperlich behinderter Bewerber bevorzugt wurde. Um trotzdem eine Stelle im so geliebten Mailand zu bekommen, wird im nächsten Bewerbungsbogen kurzerhand ein Kreuzchen bei „körperlicher Behinderung“ gemacht. Alles läuft glatt, nur bei der Gratulation zur neuen Stelle springt Alberto Colombo aus seinem Rollstuhl auf. Der Schwindel fliegt auf und als Strafe folgt die Versetzung in den ungeliebten Süden Italiens. Mit Vorurteilen wie Dreckfressern, Hitzebelastung, exorbitanten Kriminalitätsraten und nahezu hundertprozentiger Mafiazugehörigkeit, wünscht man ihm viel Glück für die zwei Jahre in einem kleinen Ort in der Nähe von Napoli. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...
An die Moral appellierende Filme sind nicht immer überzeugend und komisch umzusetzen, die Willkommen im verhassten Teil unseres Landes Filmreihe schafft dies jedoch erstaunlich gut. Zwar kann man hier nicht mehr von jedweden Wendungen überrascht werden, weil alles schon mal da war, aber nichts desto trotz ist auch der zweite Teil leichte, unterhaltsame Kinokost, der sogar mit der deutlich hübscheren Nebenrolle aufwarten kann.
Samstag, 4. Juni 2011
Jean-Félix